Aktuell

Sonntag, 25. August 2019, 17.30 Uhr

Bereits zum dritten Mal können wir Robert Kusiolek (Akkordeon) und Elena Chekanova (Live Elektronik) im Elefanten begrüßen. Ihre fokussierte Arbeitsweise überschreitet viele Grenzen. Mit ihrer außergewöhnlichen Instrumentierung erschaffen sie imaginäre kammermusikalische Atmosphären, loten konsequent die Grenzen großflächiger sakraler Klangstrukturen aus und fügen diese in weiträumigen Kompositionen zu einem unvergesslichen Erlebnis zusammen. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Robert Kusiolek – Akkordeonist, Bandoneonist und Komponist der den Anschluss zur internationalen Szene gefunden hat. Er hat die Musikakademie mit Auszeichnung in Poznan / Polen abgeschlossen und studiert seit 2007 an der HMTMH in der Solistenklasse der Prof. Elsbeth Moser. Robert Kusiolek ist Preisträger des Stipendienprogramms MLODA POLSKA des Ministers der Kultur in Polen - 2006 und DAAD in Deutschland - 2007. Er ist auch Preisträger der Internationalen Akkordeonwettbewerbe (Kammermusik) in St. Petersburg – Russland 2003, in Poprad – Slowakei 2003, in Przemysl – Polen 2003, in Klingenthal - Deutschland 2004 und in Castelfidardo – Italien 2006. Seine Musik ist zeitlos, dennoch modern, ohne Modernismen. Er hat die imposante Fähigkeit ad hoc eine Fülle von Interaktionsmustern, Texturen und Stimmungen zu kreieren und beherrscht sein Instrument mit außergewöhnlicher Virtuosität.

Elena Chekanova studierte an der renommierten Michail Oginsky Musikschule in Weißrussland Chordirigieren und schloss im Jahr 2000 mit Auszeichnung ab. Ein Stipendium der Polnischen Regierung erlaubte ihr das Zweitstudium für Orchester- und Operndirigat an der Hochschule für Musik in Posen. Auch diese Ausbildung absolvierte Elena Chekanova mit Bestnote. Danach dirigierte sie zahlreiche Uraufführungen mit dem an_Arche NewMusicEnsemble in Polen. 2007 wechselte sie an die Musikhochschule Hannover in die Dirigierklasse von Prof. Eiji Oue und wurde 2009 – nach ihrem Konzertexamen – in seine Soloklasse aufgenommen. Die Kunst des Dirigierens lernte sie auch von ihrem anderen Lehrer und Mentor, Maestro Michail Jurowski, einem Dirigenten der klassischen russischen Schule, dem sie 2009 und 2010 bei Konzerten in Wien, Parma, Stuttgart und im schwedischen Norrköping assistierte.




Sonntag, 11. August 2019, 11.00 - 12.30 Uhr

Am Mahnmal am Elefant im Nelson-Mandela-Park, Bremen
Gedenkstunde an den Völkermord in Namibia 1904 - 1908


Die Erinnerung an den Krieg gegen die Herero und Nama ist bis heute im geschichtlichen Bewusstsein der Menschen in Namibia präsent und gehört selbstverständlich zur eigenen Geschichte, viel mehr als dies in Deutschland der Fall ist. Anlässlich des 115. Jahrestages der "Schlacht am Waterberg" laden "Der Elefant!" e.V., die Landeszentrale für politische Bildung und das Afrika-Archiv zur Gedenkstunde ein. Die Auseinandersetzung mit der deutschen und europäischen Kolonialgeschichte führt bis heute ein Schattendasein. Dass vor 100 Jahren nicht nur der Erste Weltkrieg endete, sondern auch die deutsche Kolonialherrschaft über Teile Afrikas, Ozeaniens und andere überseeische Gebiete, spielt in den öffentlichen Debatten und der Erinnerungskultur der Bundesrepublik bisher kaum eine Rolle. Es ist notwendig, dass diese Leerstelle in der Erinnerungskultur geschlossen wird, denn wer seine Vergangenheit verdrängt, trifft falsche Entscheidungen in Gegenwart und Zukunft. Besonders grausam traten die deutschen Kolonialtruppen 1904 - 1908 in der Kolonie "Deutsch-Südwestafrika" auf, dem heutigen Namibia. 115 Jahre liegt die Schlacht am Waterberg und der darauf folgende Vernichtungsbefehl des Generals Trotha zurück, in deren Folge zehntausende Herero und Nama durch kaiserliche Kolonialtruppen ums Leben kamen. Am Fuße des Waterbergs wurde das grausamste Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte eingeleitet. Die Mehrheit der Historiker ist davon überzeugt, dass hier der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts begann.

Programm:

Begrüßung (Kulturstaatsrätin angefragt)

Begrüßung "Der Elefant!" e.V.: Gudrun Eickelberg (Vorsitzende)

Begrüßung LzpB: Dr. Thomas Köcher (Direktor)

Rede: Israel Kaunatijke (Herero-Aktivist): "Koloniale Wurzeln und ihre Bedeutung für heute"

Kurzvortrag: Virginie Kamche (Afrika-Netzwerk, Bremen)

Moderation: Kirsten Kappert-Gonther (MdB)

Musik: Ady Ariwodo









„Ein Elefant in Bremen“ von Gudrun Eickelberg

Das Buch erzählt die Geschichte des AntiKolonialDenkmals in Bremen. Gleichzeitig wird auch die deutsche und bremische Kolonialgeschichte am Beispiel Namibias beschrieben. Viele Fotos machen das Thema anschaulich. Das Buch ist für Kinder ab 12 Jahren geschrieben worden, ist aber auch für Erwachsene geeignet.

Verlag: Books on Demand, Norderstedt
ISBN 978-3-8423-8010-3 Preis: 12,90 €


In Planung:

Weitere Austellungen, Lesungen, Vorträge etc.